Im Zentrum der TCM steht das ausgewogene Gleichgewicht gesunder Körperfunktionen. So spricht die chinesische Medizin nicht von Krankheiten, sondern von Disharmonien. Ein wesentliches Konzept der TCM ist, dass Körper, Seele, Verstand und Psyche des Menschen untrennbar miteinander verbunden sind.

Bei der Akupunktur werden mithilfe feinster Nadeln an definierten Punkten der Körperoberfläche Reize gesetzt. Zugrunde liegt die Vorstellung, dass die Lebensenergie Qi in sogenannten Leitbahnen, den Meridianen, durch den Körper fließt. Durch die Behandlung soll der gestörte Energieverlauf wieder reguliert werden. Akupunktur ist die im Westen am weitesten verbreitete Methode der Chinesischen Medizin.

In den letzen Jahren haben westliche Wissenschaftler die Wirkung der Akupunktur intensiv erforscht. Es zeigte sich, dass die chinesische Heilmethode bei einer Fülle von Erkrankungen hilft, besonders dann, wenn eine herkömmliche Behandlung erfolglos blieb.

Was genau bei einer Akupunktur im Körper abläuft, ist wissenschaftlich noch nicht restlos aufgeklärt. In mehreren Studien wurde nachgewiesen, dass das Nadeln bestimmter Akupunkturpunkte spezielle Wirkungen entfaltet, z. B. Linderung von Übelkeit und Erbrechen, Verminderung der Schmerzempfindlichkeit oder Förderung der Wehen.

Große wissenschaftliche Studien belegen, dass die Akupunktur bei einer Reihe weit verbreiteter Erkrankungen wie Heuschnupfen, Tennisellbogen, Menstruationsbeschwerden, allergischem Asthma oder chronischen Wirbelsäulenleiden den herkömmlichen medizinischen Therapien klar überlegen ist.

Außer bei Schmerzen ist sie bei Allergien, Asthma, Magen-Darm-Leiden, Schlafstörungen und einer Vielzahl anderer organischer und funktioneller Beschwerden wirksam.

Üblicherweise werden zwischen 1 – 20 Punkte stimuliert, die Behandlung dauert je nach Beschwerdebild ca.15 bis 45 Minuten. In der Regel sind 5 – 10 Behandlungen sinnvoll, bei sehr lange dauernden Krankheiten können auch mehr Sitzungen notwendig werden.